Das Glauchauer Klinikum nutzt seit Kurzem NEXUS. ENTERPRISE IMAGING als zentrale Plattform für Archivierung und Bildmanagement. Im Kern steht ein Vendor Neutral Archive (VNA), das die umfassende Speicherung sämtlicher Patientenakten in digitalen Formen ermöglicht. Ein integriertes PACS gewährleistet schnellen Zugriff auf radiologische Aufnahmen. Mit dem KHZG-geförderten NEXUS. PORTAL wird ein Patientenportal geschaffen, das eine medienbruchfreie Verknüpfung und unkomplizierten Zugriff auf Akten-, Bild- und Multimediadaten bietet.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Rechtskonformes Archivsystem etabliert: NEXUS VNA seit 2022 operative Implementierung
Vor der Digitalisierung arbeitete das Klinikum dezentral mit Papierakten, was häufig zu zeitaufwendigen Suchvorgängen und Medienbrüchen führte. Der Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsdruck durch verstärkte Dokumentationspflichten machte eine zentrale Plattform notwendig. 2021 veröffentlichte man die Ausschreibung für ein Vendor Neutral Archive (VNA) von NEXUS ENTERPRISE IMAGING. Ab 2022 erfolgte die Implementierung im klinischen Alltag, bis Anfang 2024 das System mit einer PACS-Integration vervollständigt wurde, um Bilddaten effektiv und sicher dauerhaft zu archivieren.
VNA und PACS gemeinsam auf einer Plattform ohne Speicherduplikate implementiert
VNA und PACS wurden zeitgleich ausgerollt, weil dieselben Berufsgruppen, Prozesse und Qualifizierungsanforderungen involviert waren. Dieser integrierte Roll-out-Ansatz ermöglichte gemeinsame Workshops und eine abgestimmte Projektplanung, wodurch Schulungs- sowie Implementierungsaufwände reduziert wurden. Mithilfe der bereits im Einsatz befindlichen NEXUS Clinical Repository-Plattform gelang die Erweiterung um PACS ohne zusätzlichen Datenbank- oder Speicheraufwand. Heute ist das System in der Lage, Bilddaten und klinische Unterlagen in einer konsolidierten Umgebung abzulegen und verwalten und sichern reibungslos.
Digitale Aktenstrategie etablieren: intensive interne Abstimmungen, Speicherplanung und Schnittstellenintegration
Die größte Schwierigkeit lag weniger in der Software-Integration als in der umfassenden internen Abstimmung. Hierzu war eine neue digitale Aktenstrategie zu konzipieren und konkrete Archivierungsinhalte festzulegen. Parallel dazu mussten Fachbereiche, die bislang ausschließlich papierbasiert arbeiteten, strukturell an das neue System angepasst werden. Darüber hinaus erforderte die Planung langfristiger Speicherkapazitäten umfangreiche Analysen. Schließlich war die Implementierung stabiler Schnittstellen zu fremden Systemen durch kontinuierliche Abstimmung aller Abteilungen sicherzustellen und Ressourcen zu verteilen.
Einheitliche Schnittstelle verknüpft EKG, Befundsoftware, Augenklinik zu zentralem Repository
Die klare Definition organisatorischer Vorgaben war die Basis für die Anbindung des zentralen Repositories an vielfältige Krankenhaus-Subsysteme, wie EKG-Überwachungssysteme, Befundsoftware aus dem NEXUS E&L-Bereich, Augenklinik-Applikationen und zusätzliche Dokumentationslösungen. Über standardisierte Fremdaufrufe erhalten alle angeschlossenen Systeme unmittelbaren Zugriff auf gespeicherte Daten im Archiv. Diese umfassende Vernetzung fördert schlanke Workflows, minimiert Medienbrüche und gewährleistet ständige Verfügbarkeit relevanter medizinischer Informationen. Zusätzlich stärkt sie das Datenmanagement, trägt zu schneller Entscheidungen bei und unterstützt IT-Strategien.
Webbasiertes System ersetzt Altlösung und zentralisiert Bilddaten und Befundung
Das vormals eigenständige webbasierte PACS erfüllte nur grundlegende Anforderungen, ohne zentrale Bildspeicherung. Nach der Migration ins einheitliche Enterprise Imaging profitieren Radiologie und angeschlossene Abteilungen von vereinheitlichten Prozessen und einem zentralen Datenspeicher. Die Oberfläche gleicht der des Repositories und erleichtert die Akzeptanz. Neben OP- und Prothesenplanung sowie Befundvisualisierung ermöglicht die Lösung den CD-Import und den sicheren, revisionssicheren Datenaustausch mit anderen Kliniken und diagnostischen Partnern. So werden Ausfallrisiken gebannt und medizinische Abläufe beschleunigt.
Evaluierung 2025 verdeutlicht umfassende Zielerfüllung sowie optimierte interne Kommunikation
Notfallabsicherung durch digitales Archiv stabilisiert Betriebsabläufe trotz KIS-Ausfällen verlässlich
- Einsatz des digitalen Archivs minimiert Ausfallfolgen und sorgt für reibungslose Abläufe
- Durchgehende Vernetzung erlaubt sofortigen Zugriff auf medizinische Daten und wichtige Dokumente
- Verbesserte digitale Schnittstellen fördern schnellen datenschutzkonformen Informationsfluss
- Performante Lösung garantiert kontinuierliche Verfügbarkeit und Systemstabilität
- Umfassende Schulungen kombiniert mit frühzeitiger Partizipation generieren hervorragende Anwenderakzeptanz
Medienbruchfreie Patientenakten, Scanning und Dokumentenmanagement durch NEXUS PORTAL Erweiterung
Mit dem KHZG-Projekt wird eine Schnittstelle zum NEXUS/PORTAL realisiert, die allen Nutzern schnellen Zugriff auf Dokumente im zentralen Repository bietet. Geplant ist dabei die Bereitstellung digitaler Patientenakten über eine intuitive Benutzeroberfläche. Historische Akten sollen durch automatisierte Scan-Prozesse digitalisiert und in das System eingelesen werden. Erweiterungen umfassen Viewer-Module für Bilddaten und Dokumentdaten sowie Insight-Funktionen mit Anbindung an Authentifizierungsdienste. Langfristig wird das Portal nahtlos in das KIS integriert, um Systemwechsel zu vermeiden.
Klinikum Glauchau zentralisiert Akten- und Bildmanagement mit NEXUS Imaging
Die Einführung eines Vendor Neutral Archive, eines PACS-Moduls und eines KHZG-geförderten Patientenportals bildet das Rückgrat der digitalen Transformation am Rudolf Virchow Klinikum Glauchau. Kernprozesse sind nun durchgängig digitalisiert, Papierakten wurden sukzessive eingescannt und in das zentrale Repository überführt. Abteilungsübergreifende Arbeitsabläufe gewinnen an Effizienz, da alle Beteiligten auf denselben Datenbestand zugreifen. Die kombinierte Lösung erfüllt Compliance-Anforderungen, sichert langfristig Archivdaten, erleichtert künftige Integrationen weiterer klinischer Anwendungen und ermöglicht automatisierte Workflows in Radiologie und OP-Planung.

